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Handwerker möchten Flüchtlinge ausbilden

Berlin. Viele Handwerksbetriebe in Deutschland würden gern junge Flüchtlinge als Lehrlinge einstellen. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer forderte deshalb ein Bleiberecht für ausbildungswillige Flüchtlinge. »Unter den Flüchtlingen sind sehr viele mit guter Schulbildung, zum Beispiel aus dem Irak und Syrien, und viele, die großes praktisches Geschick haben«, sagte Wollseifer der Rheinischen Post (Sonnabendausgabe). »Wenn wir einen jungen Flüchtling ausbilden, muss aber auch klar sein, dass er über die gesamte Lehrzeit in Deutschland bleiben darf«, argumentierte  Wollseifer. »Hier ist die Politik gefordert, denn unsere Betriebe brauchen Planungssicherheit.« Neben unbesetzten Lehrstellen gibt es allerdings auch viele junge Menschen ohne Ausbildungsplatz. Im Herbst galten noch 81.200 junge Menschen als unversorgt, darunter auch zahlreiche Bewerber mit Fachhochschulreife oder Abitur. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, die Dauer der Asylverfahren von jetzt etwa sieben Monaten auf drei zu verkürzen. Derzeit liegen bei der zuständigen Behörde 163.000 offene Verfahren. (dpa/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.12.2014, Seite 5, Inland

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