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Beitrag zur Spaltung

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Berlin. Weil er sich als Jugendlicher auf eine nicht besonders enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR einließ, hat Eiskunstlauftrainer Ingo Steuer, Paarlaufweltmeister von 1997, in der Deutschen Eislauf-Union scheinbar für immer keinerlei berufliche Perspektive. Das ergab eine Anfrage des sportpolitischen Sprechers der Linksfraktion im Bundestag, André Hahn. »Auch gut 25 Jahre nach dem Ende des DDR-Regimes wiegen die Empfindungen der Opfer der Staatssicherheit der ehemaligen DDR und deren informellen und formellen Mitarbeitern unvermindert schwer«, teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort mit. »Rehabilitationsaspekte, wie das Strafrecht sie kennt, greifen nach Ansicht des Bundesministeriums des Innern vor diesem Hintergrund nicht.« Diese »unversöhnliche Haltung« ist nach Einschätzung von André Hahn »ein Beitrag zur Spaltung (...) Deutschlands«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.11.2014, Seite 16, Sport

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