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Bund rechnet mit doppelt soviel Atommüll wie bisher

Berlin. Deutschland muss mehr Atommüll entsorgen als bislang von der Bundesregierung zugegeben. Allein die Menge des schwach- und mittelradioaktiven Abfalls könnte sich auf 600.000 Kubikmeter verdoppeln, heißt es im Entwurf eines nationalen Entsorgungsplans, der derzeit zwischen Bundesregierung und Ländern abgestimmt wird und über den am Dienstag zuerst die Süddeutsche Zeitung berichtet hatte. Hauptgrund sind die 200.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle, die aus dem maroden früheren Salzbergwerk Asse geborgen werden sollen. Außerdem zählt der Bund erstmals auch Abfälle aus der Urananreicherungsanlage in Gronau mit. Nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks gibt es zudem deutlich mehr marode Atommüllfässer als bislang angenommen. Von den rund 85.000 Behältern seien fast 2.000 verrostet oder anderweitig beschädigt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.11.2014, Seite 2, Inland

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