-
18.11.2014
- → Inland
Neonazis sammeln indirekt Spenden
Wunsiedel. Unfreiwillig sind Neonazis in Bayern zu Spendensammlern für ein Aussteigerprojekt geworden. 10 000 Euro kamen so für das Programm »Exit-Deutschland« zusammen, wie die Organisatoren mitteilten. Am Wochenende hatten 250 Neonazis in der oberfränkischen Stadt Wunsiedel demonstriert - und damit gegen ihren Willen Spenden gesammelt: Für jeden Meter, den die Rechtsextremisten bei dem Aufmarsch zurücklegten, gingen zehn Euro an das Programm - gespendet von Unternehmen. 10 000 Euro kamen so zusammen. Die Organisatoren hatten Plakate drucken lassen: »Spenden, marsch!« oder »Endspurt statt Endsieg« war darauf zu lesen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!