-
18.11.2014
- → Inland
Cannabis: Konsens für Entkriminalisierung
Frankfurt am Main. Der Konsum von Cannabis soll nach Ansicht von Experten entkriminalisiert werden. »Das Betäubungsmittelgesetz ist verfassungswidrig«, meinte Lorenz Böllinger am Montag bei einer Tagung in Frankfurt. Er ist Sprecher des »Schildower Kreises«, einer Initiative von mehr als 100 Strafrechtsprofessoren, die sich für eine neue Drogenpolitik einsetzt. Nach Angaben des Bundes Deutscher Kriminalbeamter entfielen im vergangenen Jahr 145.000 der 250.000 Drogendelikte auf Cannabis. Dessen Konsum zu bestrafen, verstoße gegen das Prinzip der Verhältnismäßigkeit, sagte Böllinger. Es gebe viele negative Folgen, zum Beispiel erschwere es die Prävention. Die Frankfurter Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) kündigte einen Modellversuch im Rahmen des »Frankfurter Wegs« in der Drogenpolitik an. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!