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11.11.2014
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AOK fordert, Arztpraxen in Städten zu schließen
Berlin. Die Krankenkasse AOK fordert Praxisschließungen in den Großstädten. Es gebe vor allem in den Ballungszentren zu viele Fachärzte, sagte AOK-Chef Jürgen Graalmann der Bild vom Montag. »Diese Reservate müssen weg«, fügte er hinzu. Der AOK-Chef reagierte damit auf Warnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vor einem Abbau von 25.000 Arztstellen, die nach Plänen der Bundesregierung in Gebieten wegfallen sollen, in denen sich mehr Ärzte als benötigt niedergelassen haben. Die AOK sieht das laut Bild anders: Nach Erhebungen der Kasse gebe es allein bei den Orthopäden kein Gebiet in Deutschland, das nicht überversorgt sei. Insgesamt könnte der Krankenkasse zufolge jede vierte, in Bayern sogar jede dritte Orthopädenpraxis schließen, ohne die Versorgung zu gefährden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will per Gesetz anordnen, dass Praxen, deren Besitzer in den Ruhestand gehen, geschlossen werden, wenn sich in der Region mehr Ärzte als benötigt niedergelassen haben. (AFP/jW)
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