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EU: Mit »Triton« gegen Flüchtlinge

Brüssel. Die Europäische Union startete am Samstag eine neue Grenzschutzmission zur Überwachung der Küstengewässer vor Italien. Als Grund nannte Brüssel das Auslaufen der italienischen Mission namens »Mare Nostrum« Ende Oktober. Italien hatte diese Mission nach der Flüchtlingskatastrophe von Lampedusa im Oktober 2013 mit rund 360 Toten gestartet. Sie sollte Boote aufspüren und in den nächsten sicheren Hafen eskortieren. Jedes Jahr sterben im Mittelmeer Tausende Migranten. Menschenrechtler kritisieren, dass bei »Triton« künftig vor allem die Grenzsicherung im Mittelpunkt stehe und nicht mehr die Rettung von Menschen in Not. Zudem sei das Budget zu klein. »Triton« läuft unter dem Dach der EU-Grenzschutzagentur Frontex. An der Mission beteiligen sich 21 Staaten. Das monatliche Budget beträgt 2,9 Millionen Euro. Dies ist nur ein Drittel der Summe, die Italien bei seiner Mission »Mare Nostrum« (»Unser Meer«) jeden Monat ausgegeben hatte. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.11.2014, Seite 1, Ausland

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