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BDK gegen Strafrecht bei Drogenkonsum

Hamburg/Berlin. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, hat sich für eine Entkriminalisierung des Konsums verschiedener Drogen ausgesprochen. »Strafrecht ist, was Konsumenten betrifft, nicht das geeignete Mittel«, sagte der 44jährige demBerliner Kurier in einem am Montag in der Onlineausgabe veröffentlichten Interview. Noch nie habe es so viele Drogenkonsumenten gegeben wie heute, so Schulz weiter. »Wir müssen uns mit der Problematik beschäftigen, neu denken und prüfen, ob unsere Drogenpolitik gescheitert ist.« Unter sozialen Aspekten sowie solchen des Kinder- und Jugendschutzes müsse sich der Staat um diesen Bereich kümmern, das Strafrecht solle aber außen vor bleiben, erklärte der BDK-Chef, der bundesweit 15.000 Kripobeamte vertritt. Als Vorbild nannte er Portugal: »Dort schreibt die Polizei einen Bericht an eine Kommission, die den Betreffenden vorlädt und die ihm Hilfe anbietet.« (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.10.2014, Seite 1, Inland

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