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Karadzic weist Vorwürfe zurück

Den Haag. Der wegen Völkermordes angeklagte ehemalige Präsident der Republik Srpska in Bosnien und Herzegowina, Radovan Karadzic, hat vor dem UN-Tribunal zu Kriegsverbrechen im früheren Jugoslawien seine Unschuld beteuert. Die Ankläger seien »Lügner« und hätten keinerlei Beweise vorgelegt, sagte der 69jährige am Mittwoch in Den Haag in seinem Schlußplädoyer. Die Anklage hatte am Montag erklärt, daß die Schuld Karadzics zweifelsfrei bewiesen sei und eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Dem früheren Psychiater werden Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im bosnischen Krieg von 1992 bis 1995 zur Last gelegt. Karadzic, der sich selbst verteidigt, wies die Vorwürfe als haltlos zurück. »Das ganze serbische Volk steht hier vor Gericht«, sagte er. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.10.2014, Seite 2, Ausland

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