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Frankreich

Französische Nationalversammlung macht Weg für Sterbehilfe frei

Foto: Rachel Boßmeyer/dpa
Assemblee Nationale (Paris, 15.5.2025)

Paris. Die französische Nationalversammlung hat den Weg für ein Recht auf Sterbehilfe freigemacht. Die Abgeordneten verabschiedeten am Dienstag einen entsprechenden Gesetzestext. Demnach sollen volljährige Patienten, die an einer nicht heilbaren Krankheit im Endstadium leiden und bei Bewusstsein sind, um »Hilfe zum Sterben« bitten können. Dem Entwurf zufolge kann dann ein Arzt das tödliche Mittel verschreiben, aber erst nach einer Beratung mit anderen Ärzten. Der Patient soll das Mittel in der Regel selbst einnehmen, kann sich allerdings auch von einem Arzt oder Pfleger helfen lassen, sofern er körperlich nicht zur Einnahme in der Lage ist. Das Wort »Suizid« kommt in dem Text nicht vor.

Kritiker, darunter die französische Bischofskonferenz, warnen, dass die Möglichkeit zu assistiertem Suizid die Tür zu Missbrauch öffne – etwa, indem sich unheilbar kranke Menschen unter Druck gesetzt fühlen könnten, anderen nicht zur Last zu fallen. Befürworter verweisen darauf, dass unheilbar kranke Menschen die Möglichkeit haben sollten, selbst zu entscheiden, ob sich ihr Leiden verkürzt. (AFP/jW)

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Erschienen am 01.07.2026, Ausland

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