Zum Inhalt der Seite

Afghanistan: Vertrag für Militäreinsatz

Kabul. Nach monatelanger Verzögerung hat die afghanische Regierung den Weg für einen internationalen Militäreinsatz über den Jahreswechsel hinaus freigemacht. In einer im Fernsehen übertragenen Zeremonie unterzeichnete der Sicherheitsberater des neuen Präsidenten Aschraf Ghani, Hanif Atmar, am Dienstag in der Hauptstadt Kabul das dafür notwendige »Sicherheitsabkommen« mit Washington. Für die USA signierte deren Botschafter in Kabul, James Cunningham. Einen weiteren Vertrag mit der NATO unterzeichnete Atmar unmittelbar danach. Beide Vereinbarungen sehen für ausländische Soldaten Immunität gegenüber der afghanischen Rechtsprechung vor, was eine Bedingung der USA und der NATO für einen weiteren Militäreinsatz war. Der NATO-Kampfeinsatz in Afghanistan läuft zum Jahresende aus. Ihm soll ein angeblich kleineres Programm zur Ausbildung und Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte mit rund 12000 Soldaten folgen. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2014, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!