-
01.10.2014
- → Inland
Prüfer: Verstöße bei Transplantationen
Berlin. Der Verdacht auf Verstöße bei Organtransplantationen hat sich in Berlin, Regensburg und Hamburg bestätigt. Abgesehen vom Herzzentrum Berlin hätten sich jedoch in keinem Fall Hinweise für bewußte Manipulationen gefunden, betonten die Prüfer der Bundesärztekammer am Dienstag in Berlin. Sie hatten zwischen 2010 und 2012 bundesweit 60 Transplantationsprogramme in 33 Fachzentren untersucht. Am Deutschen Herzzentrum Berlin, gegen das nach einer Selbstanzeige bereits die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags ermittelt, habe es im Untersuchungszeitraum zwischen 2010 und 2012 insgesamt 14 Fälle von Manipulationen gegeben, hieß es. So sollten Patienten auf der Warteliste nach vorne rutschen. Fündig wurden die Expertenkommissionen nun auch in Transplantationszentren der Berliner Charité, wo insgesamt drei Unregelmäßigkeiten bei Nieren- und Leberverpflanzungen vorkamen, sowie bei einer Nierentransplantation in Hamburg. Im bayerischen Regensburg gab es laut Untersuchung Verstöße bei Nieren- und Leberverpflanzungen, die teilweise bis 2007 zurückgehen.
(dpa/jW)
(dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland