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Überlebende will in Prozeß aussagen

Budapest. In dem geplanten Prozeß in Hannover gegen einen ehemaligen Helfer der Waffen-SS in Auschwitz will die Überlebende Eva Fahidi den Horror des Vernichtungslagers schildern, kündigte die ungarische Nebenklägerin vom Internationalen Auschwitz-Komitee in der vergangenen Woche in Budapest an.

Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft dem 93jährigen Angeklagten vor, 1944 im Vernichtungslager Auschwitz zurückgelassenes Gepäck angekommener Häftlinge durchwühlt und weggeschafft zu haben. Dadurch habe er das systematische Morden unterstützt. Über die Eröffnung des Verfahrens muß das Landgericht Lüneburg noch entscheiden. Nach Worten des Exekutiv-Vizepräsidenten des Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, kommt der Prozeß »Jahrzehnte zu spät«. Der 93jährige habe die wichtigsten Jahre seines Lebens in Frieden und Freiheit inmitten der Gesellschaft verbracht, bedauerte er bei einem Aufenthalt in der Gedenkstätte Auschwitz. Auch Fahidi kritisierte die deutsche Justiz: »Wir sind in der Vergangenheit im Blick auf die Gerechtigkeit, die uns zusteht, von Deutschland bitter enttäuscht worden.«
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(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2014, Seite 15, Antifaschismus

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