Zum Inhalt der Seite

Entscheidung zu Atomkraft vertagt

Berlin. Der Bundesrat hat am Freitag eine Entscheidung über den Umgang mit den Milliardenrückstellungen der Atomkonzerne vertagt. Der von Schleswig-Holstein, Hessen und Rheinland-Pfalz eingebrachte Antrag sah vor, der öffentlichen Hand die Gelder in Höhe von 38,5 Milliarden Euro auch für den Fall der Insolvenz eines Unternehmens zu sichern. Zudem hätte geprüft werden sollen, ob die Mittel für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Entsorgung des Mülls ausreichend sind.

Einspruch kam von Nordrhein-Westfalen. NRW sorge sich um »neue Belastungen« für die Energieriesen RWE und E.on, deren Steuerzahlungen ohnehin schon gesunken seien, sagte Angelica Schwall-Düren (SPD), NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten, zur Begründung. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.09.2014, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!