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Spanien: Stopp für Abtreibungsverbot

Madrid. Die spanische Regierung stoppt vorerst das Vorhaben des konservativen Partido Popular (PP), das geltende Abtreibungsgesetz zu verschärfen und Schwangerschaftsabbrüche nur in Ausnahmefällen zu erlauben. Dies berichtete am Dienstag das österreichische Onlineportal diestandard.at unter Berufung auf die spanische Zeitung El Mundo.

Die Pläne sahen vor, Abbrüche nur noch nach einer Vergewaltigung oder im Falle einer Gefährdung der mentalen oder körperlichen Gesundheit der Mutter zuzulassen. Darüber, ob die Bedingungen für einen legalen Eingriff vorliegen, sollten zwei Ärzte entscheiden. Wäre es nach Justizminister Alberto Ruiz-Gallardón gegangen, hätte es bis Ende September Einigkeit darüber geben sollen. Doch aus Regierungskreisen und auch aus der PP hieß es, über den Gesetzentwurf sei derzeit keine Einigkeit zu erzielen.
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Die angestrebte Abschaffung der erst 2010 von der damaligen sozialistischen Regierung eingeführten Fristenregelung (Abtreibung ist ab dem 16. Lebensjahr ohne Einverständnis der Eltern bis zur 14. Woche legal) rief in Spanien massive Proteste hervor. Umfragen zeigten, daß die überwiegende Mehrheit junger Spanier gegen die Pläne und nur acht Prozent dafür sind. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.09.2014, Seite 15, Feminismus

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