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Wien: Prozeß gegen Neonazis begonnen

Wien. Am Dienstag hat der Prozeß gegen neun faschistische Hooligans vor dem Straflandgericht in Wien begonnen. Die Anhänger des Vereins »Austria« sollen bei einem Angriff auf den türkisch-kurdischen Verein ATIGF, der im linken Ernst-Kirchweger-Haus sitzt, am 27. Oktober 2013 beteiligt gewesen sein. Die Rechten drangen mit Latten und Flaschen bewaffnet in das Gebäude ein und verletzten mehrere Personen, eine von ihnen mußte anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Die Angreifer werden der faschistischen Hooligangruppierung »Unsterbliche« zugerechnet. Diese ist bereits in der Vergangenheit durch rassistische und neonazistische Parolen aufgefallen. Die kommunistische Gewerkschaft KOMintern kritisierte unterdessen die Behörden: Die Anklage würde lediglich auf Hausfriedensbruch und Körperverletzung lauten, die politische Gesinnung hingegen keine Rolle spielen.
(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2014, Seite 15, Antifaschismus

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