-
01.09.2014
- → Sport
Fußball: Habenichtse
Berlin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) lehnt eine Beteiligung der Vereine an Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen weiter ab. Es ärgere ihn »tierisch«, daß an jedem Wochenende Bereitschaftspolizisten der Bundespolizei wegen gewaltbereiter Fans im Einsatz seien, sagte de Maizière am Sonntag in Berlin. Das Hauptproblem bestehe aber nicht in der ersten und zweiten Liga, sondern in unteren Ligen. »Da hilft eine Kostenbeteiligung nichts, die Vereine haben nichts.«
Gewalttätigkeiten fänden zudem oft nicht im Stadion statt, sondern weiter entfernt etwa an Bahnhöfen. Das mache eine juristische Zurechnung problematisch. Der Minister verwies auf eine Vereinbarung mit der Deutschen Fußball Liga (DFL), wonach keine Polizeikosten in Rechnung gestellt würden, die Vereine aber Fanarbeit machten. Vom Vorstoß des Landes Bremen, der Bundesliga Polizeieinsätze bei Risikospielen in Rechnung zu stellen, halte er nichts. (dpa/jW)
Gewalttätigkeiten fänden zudem oft nicht im Stadion statt, sondern weiter entfernt etwa an Bahnhöfen. Das mache eine juristische Zurechnung problematisch. Der Minister verwies auf eine Vereinbarung mit der Deutschen Fußball Liga (DFL), wonach keine Polizeikosten in Rechnung gestellt würden, die Vereine aber Fanarbeit machten. Vom Vorstoß des Landes Bremen, der Bundesliga Polizeieinsätze bei Risikospielen in Rechnung zu stellen, halte er nichts. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Sport