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28.07.2014
- → Inland
Betreuungsgeld verhindert Bildung
Berlin. Das vor einem Jahr eingeführte Betreuungsgeld hält offensichtlich einen nicht unerheblichen Teil von Migrantenfamilien und unzureichend ausgebildeten Eltern davon ab, ihre Kleinkinder in eine Kita zu schicken. Dies ist das Ergebnis einer am Sonntag vorgelegten großen Umfrage des Deutschen Jugendinstituts und der Universität Dortmund bei weit über 100000 Elternpaaren mit Kindern unter drei Jahren.
In der Studie nannten von jenen Eltern, die keine Berufsausbildung oder einen Hauptschulabschluß haben, 54 Prozent das Betreuungsgeld als Grund dafür, daß sie ihre Kleinkinder nicht in eine Kita schicken. Unter Eltern mit mittlerer Reife lag dieser Anteil bei 14, unter Akademikern bei acht Prozent. Von den Familien mit Migrationshintergrund, die keine Betreuung für ihr Kleinkind wünschten, führten 25 Prozent das Betreuungsgeld als Begründung an. Bei deutschstämmigen Familien lag dieser Anteil bei 13 Prozent.
Seit August 2013 erhalten Eltern, die für ihre Kleinkinder weder einen Kitaplatz noch eine Tagesmutter in Anspruch nehmen, vom 15. Lebensmonat bis zum dritten Lebensjahr monatlich 100 Euro. Ab 1. August dieses Jahres wird das Betreuungsgeld auf 150 Euro erhöht. (dpa/jW)
In der Studie nannten von jenen Eltern, die keine Berufsausbildung oder einen Hauptschulabschluß haben, 54 Prozent das Betreuungsgeld als Grund dafür, daß sie ihre Kleinkinder nicht in eine Kita schicken. Unter Eltern mit mittlerer Reife lag dieser Anteil bei 14, unter Akademikern bei acht Prozent. Von den Familien mit Migrationshintergrund, die keine Betreuung für ihr Kleinkind wünschten, führten 25 Prozent das Betreuungsgeld als Begründung an. Bei deutschstämmigen Familien lag dieser Anteil bei 13 Prozent.
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Seit August 2013 erhalten Eltern, die für ihre Kleinkinder weder einen Kitaplatz noch eine Tagesmutter in Anspruch nehmen, vom 15. Lebensmonat bis zum dritten Lebensjahr monatlich 100 Euro. Ab 1. August dieses Jahres wird das Betreuungsgeld auf 150 Euro erhöht. (dpa/jW)
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