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11.07.2014
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Regierung schickt US-Spion nach Hause
Berlin. Die Bundesregierung reagiert auf die US-Spionageaffäre: Der oberste Geheimdienstler der amerikanischen Botschaft in Berlin muß Deutschland verlassen. Regierungssprecher Steffen Seibert begründete die Maßnahme am Donnerstag mit den Ermittlungen gegen zwei mutmaßliche Spione der USA beim Bundesnachrichtendienst (BND) und im Verteidigungsministerium sowie mit der seit Monaten laufenden Affäre um den US-Geheimdienst NSA. Der US-Repräsentant für die Geheimdienste soll die beiden mutmaßlichen Spione geführt haben. Innenminister Thomas de Maizière kündigte als weitere Konsequenz die Ausweitung der deutschen Spionageabwehr an. André Hahn (Die Linke), Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium, forderte als Reaktion, daß »sämtliche Einrichtungen amerikanischer Geheimdienste auf deutschem Boden geschlossen werden« müssen. (dpa/jW)
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