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Politiker empört über Doppelagenten

Berlin. Regierungspolitiker verlangen von den USA Aufklärung über den Fall des US-Spions im Bundesnachrichtendienst (BND). Der für Spionageabwehr zuständige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU, Foto) nannte die Vorwürfe am Sonntag sehr schwerwiegend. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) forderte, es dürfe nun nichts mehr unter den Teppich gekehrt werden. Die Bundesanwaltschaft hatte am Mittwoch einen 31jährigen festnehmen lassen. Er soll über einen Zeitraum von zwei Jahren 218 Dokumente an US-Geheimdienste weitergeleitet und dafür 25000 Euro kassiert haben. Die SPD beantragte für diese Woche eine Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Linke-Vorsitzende Katja Kipping sieht die Verantwortung bei Kanzlerin Angela Merkel: »Das ist das Ergebnis von Merkels transatlantischem Duckmäusertum.« (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2014, Seite 1, Inland

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