Zum Inhalt der Seite

No Pasarán!

Aus Spanien, Österreich, den Niederlanden, Deutschland, Frankreich und Italien stießen vor dem Zweiten Weltkrieg Frauen wie Männer zu antifaschistischen Freiwilligenbrigaden, die Franco die Stirn boten. Viele dieser Kämpfer zahlten einen hohen Preis, wurden gefoltert oder ins KZ verbracht. Im neuen Dokumentarfilm »No Pasarán« werden ihre Geschichten einfühlsam zusammengetragen. Die betagten Zeitzeugen kommen unkommentiert zu Wort, sie sprechen über Beweggründe, Enttäuschungen, Siege und Leiden. Regie und Kameramann Daniel Burkholz hat Erinnerungsorte in ganz Europa aufgesucht, um diesen Kampf vor dem Vergessen zu bewahren. »Ich würde auch für die Freiheit meines Vaterlandes kämpfen«, sagt der Enkel eines Interbrigadisten aus den Niederlanden. »Aber für die Freiheit eines fremden Landes in den Krieg ziehen, wie du das gemacht hast, Opa, das könnte ich nicht.« Ton- und Bildqualität, Lesbarkeit der Untertitel und Darstellung der Hintergründe lassen mitunter zu wünschen übrig, aber die Bewahrung der Geschichten dieser Spanienkämpfer ist kaum hoch genug einzuschätzen. Am Sonnabend, 19.30 Uhr, hat der 73minütige Film Premiere im Berliner Kino Central, im September soll eine Tour beginnen. (kp)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 05.07.2014, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!