Zum Inhalt der Seite

NSA-Ausschuß von BND ausspioniert

Berlin. Ein BND-Mitarbeiter soll unter anderem Informationen über den NSA-Untersuchungsausschuß des Bundestages an einen US-Nachrichtendienst weitergegeben haben. Dies habe der vor wenigen Tagen festgenommene 31jährige bei seiner Vernehmung gesagt, verlautete am Freitag aus Parlamentskreisen in Berlin.

Süddeutsche Zeitung, WDR und NDR berichteten, der Mann sei eigentlich unter dem Verdacht verhaftet worden, Kontakt zum russischen Geheimdienst gesucht zu haben. In Vernehmungen habe er aber gestanden, Informationen an die USA geliefert zu haben. Bild berichtet, er habe seit 2012 BND-Unterlagen gestohlen und an US-Vertreter verkauft. Darunter seien mindestens drei Dokumente mit Bezug zum NSA-Ausschuß.

(Reuters/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 05.07.2014, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!