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Neonazizentrum geschlossen

Barcelona. In der katalanischen Metropole Barcelona ist das von Neonazis betriebene Zentrum »Casal Tramuntana« am Sonnabend geschlossen worden. Das meldete das Nachrichtenportal Vilaweb. Die Rechten hätten Probleme mit dem Begleichen der Miete gehabt. Das Lokal im Stadtteil Clot war im Januar 2012 eröffnet worden. Es wurde von einem Verein betrieben, der den gleichen Namen trug. Die Neonazis wollten ein »soziales und nationales« Zentrum nach dem Vorbild des »Casa Pound« in Rom errichten. An der Entstehung des »Casal Tramuntana« wirkte unter anderem Alberto Sánchez mit, der für die rechtsextreme Partei »Plataforma per Catalunya« im Stadtparlament von L’Hospitalet nahe Barcelona sitzt. Gegen die Aktivitäten der Faschisten gab es Proteste der Anwohnerschaft und von antifaschistischen Initiativen.

Am Montag berichtete das Magazin Directa, die Neonazis hätten bereits ein Ersatzobjekt gefunden. Die etwa 240 Quadratmeter große Immobilie befinde sich nur knapp zwei Kilometer entfernt im Stadtteil Sant Martí.


(fo)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.06.2014, Seite 15, Antifaschismus

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