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IG BAU fordert Ende der Befristungen

Berlin. Anläßlich des »Tages der Gebäudereinigung« hat die IG Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) Berlin ein Ende der befristeten Verträge in der Branche gefordert. So solle das »Spiel mit der Job-Angst« beendet werden. Demnach seien in der Hauptstadt fast 25000 Reinigungskräfte sozialversicherungspflichtig beschäftigt, viele befristet. » Besonders in der Reinigungsbranche sind die Kurzzeit-Arbeitsverträge weit verbreitet«, kritisierte deren Bezirksvorsitzender Erhard Strobel. Außerdem wachse der Druck im Berufszweig. »Das ›Turbo-Putzen‹ mit Überstunden zum Nulltarif ist übliche Praxis in vielen Unternehmen«, so Strobel.

Der »Tag der Gebäudereinigung« erinnert an einen Streik der Putzkräfte in Century-City in Los Angeles, bei dem am 15. Juni 1990 die Streikenden von der Polizei zusammengeschlagen wurden. Die Polizei mußte nach einem Gerichtsverfahren schließlich 3,5 Millionen Dollar an die US-amerikanische Reiniger-Gewerkschaft bezahlen. Der Streik führte zu einer 25prozentigen Gehaltserhöhung und der Einführung betrieblicher Krankenversicherungsleistungen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.06.2014, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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