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Ärztinnen sehen sich benachteiligt

Berlin. Frauen glauben nicht an ihre faire Chance im Medizinerberuf. Das ergab eine Umfrage des Hartmannbundes unter 20000 Medizinstudentinnen und jungen Ärztinnen, deren Ergebnisse der Berufsverband vergangene Woche veröffentlichte. Die Frauen sehen demnach Familie, Teilzeitarbeit, überkommenes Rollendenken und die hierarchischen Strukturen in der Branche als »Karriere­killer«. Beruflicher Aufstieg ähnlich wie bei den männlichen Kollegen sei nur unter Verzicht auf Kinder und Familie möglich, glaubt fast jede zweite Teilnehmerin.

Rund die Hälfte der Befragten strebt eine Position als ­Ober- oder Chefärztin an. Zugleich sind zwei Drittel überzeugt, daß sie diesbezüglich nicht die gleichen Chancen haben wie Männer. Nur sieben Prozent bescheinigen ihren Arbeitgebern und Ausbildungsstätten, sie hätten die Bedeutung einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie erkannt und entsprechend reagiert.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2014, Seite 15, Feminismus

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