Zum Inhalt der Seite

Griechischer Retter

Es gibt so viele Retter Griechenlands, George Dalaras aber ist der Retter des Rembetiko. Mit seinem 1975 erschienen Doppelalbum »50 Jahre Rembetiko« sorgte der damals 26jährige für die Renaissance dieser griechischen Subkultur aus Halbwelt, Haschisch und Hipstertum. Sie wurzelt in den Musiktraditionen Kleinasiens, wo Griechen für Jahrtausende gesiedelt hatten und nach der Niederlage im Griechisch-Türkischen Krieg 1922 vertrieben wurden – 1,5 Millionen Menschen. Bis heute gilt dies als die größte Katastrophe Griechenlands, weil plötzlich jeder vierte Bewohner ein Flüchtling war. Und die hatten diese merkwürdige Musik und sahen auch noch cooler aus. Gestern abend beendete Dalaras im Berliner Konzerthaus seine Europatournee. Eins seiner schönsten Lieder heißt »Prosevchi«. Darin singt Dalaras: »Lieber Gott, schick mir ein bißchen Haschisch, damit ich mich besser ertragen kann.« (tam)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.05.2014, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!