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Was ist der Weltklimarat?

Der meist Weltklimarat genannte IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change – Zwischenstaatlicher Ausschuß für Fragen des Klimawandels) wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltmeteorologieorganisation WMO eingerichtet. Seine Aufgabe: in größeren Abständen den Stand der Wissenschaften im Bereich der Klimaforschung zusammenfassen. Seine Sachstandberichte, derzeit wird der fünfte veröffentlicht, bestehen gewöhnlich aus drei Teilen sowie einem vierten zusammenfassenden Bericht, erstellt jeweils von unterschiedlichen Arbeitsgruppen. Die erste beschäftigt sich mit den physikalischen Grundlagen des Klimawandels. Ihr Bericht wurde im Herbst 2013 veröffentlicht. Arbeitsguppe zwei beschäftigt sich mit Anpassungsstrategien und hat ihre Arbeit Ende März vorgestellt. In der dritten Runde geht es schließlich um Vermeidungsstrategien.

Dem IPCC gehören 195 Staaten an. Die Regierungen wählen die 31 Vorstände der Arbeitsgruppen und schlagen Wissenschaftler für die Arbeit im IPCC vor, die dann von den Vorständen ausgewählt werden. Die Berichte werden vor ihrer endgültigen Fertigstellung den Regierungen vorgelegt, die sie von Politikern und Wissenschaftlern kommentieren lassen. Alle Kommentare, mehrere zehntausend pro Teilbericht, werden berücksichtigt und im Internet veröffentlicht. Die Regierungen nehmen auf den abschließenden Plenarsitzungen, von denen eine letzte Woche in Berlin stattfand, auf die Formulierung der Zusammenfassung der jeweiligen Teilberichte Einfluß, wobei meist an der einen oder anderen Stelle die Sprache abgeschwächt wird.
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Die Arbeit wird von einem zwölfköpfigen Sekretariat am Sitz der WMO in Genf koordiniert.

(wop)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2014, Seite 3, Schwerpunkt

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