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Indonesien kauft Hausmädchen frei

Riad. Der indonesische Staat hat umgerechnet fast 1,4 Millionen Euro »Blutgeld« gezahlt, um in letzter Minute die Hinrichtung eines Hausmädchens in Saudi-Arabien zu verhindern. Satinah Bini Jumadi Ahmad war zum Tode verurteilt worden, weil sie ihre 70 Jahre alte Arbeitgeberin getötet hatte. Die rund sieben Millionen saudische Rial erhält die Familie der Getöteten, die in der Provinz Al-Kasim lebt. Die Zeitung Arab News berichtete am Sonntag, nach der Überweisung des Geldes werde die 41jährige wohl binnen weniger Tage freigelassen werden. Die Hausangestellte hatte vor Gericht ausgesagt, sie habe ihre Arbeitgeberin in Selbstverteidigung getötet. Diese habe zuvor versucht, sie mit dem Kopf gegen die Wand zu stoßen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2014, Seite 6, Ausland

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