Zum Inhalt der Seite

Haben sich Juristen gute Noten gekauft?

Hannover. Gute Noten im Examen sollen sich angehende Juristen in Niedersachsen gekauft haben. Wegen Korruptionsvorwürfen gegen einen Mitarbeiter des Landesjustizprüfungsamtes werden dort nun die Abschlußprüfungen von rund 2000 Juristen untersucht. Zwölf Sonderprüfer würden damit sofort beginnen, sagte Justizstaatssekretär Wolfgang Scheibel am Mittwoch in Hannover. »Wir werden alle Prüfungen seit 2011 durchsehen. Es geht nicht anders.« Hintergrund ist der Fall eines Richters, der seit damals im Landesjustizprüfungsamt in Celle arbeitete und Klausurthemen und -lösungen an Kandidaten verkauft haben soll, die nach Ende ihrer Referendarzeit kurz vor dem letzten Staatsexamen standen. Vor allem Prüfungswiederholern soll der Mann seine Dienste angeboten haben, sagte der Staatssekretär. (dpa/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 03.04.2014, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!