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Kinderpornoverdacht: Edathy wehrt sich

Berlin/Hamburg. Der frühere Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy (SPD) hat Kontakte zu Tipgebern vor der Durchsuchung seiner Räume nach Kinderpornographie bestritten. Er selbst habe sich im November aufgrund von Medienberichten über Ermittlungen gegen eine kanadische Firma, bei der er vor Jahren legales Material bestellt habe, an einen Anwalt gewendet, sagte Edathy dem Spiegel. Die Staatsanwaltschaft Hannover werfe ihm »ausdrücklich kein strafbares Verhalten vor, was sie aber nicht davon abhält, Details eines legalen Verhaltens zum Gegenstand einer Pressekonferenz zu machen«, kritisierte Edathy. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erklärte unterdessen, er selbst habe sich »in jeder Hinsicht gesetzeskonform verhalten«, zitierte ihn Bild am Sonntag. Der damalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte SPD-Chef Sigmar Gabriel im Oktober informiert, daß Edathys Name bei Ermittlungen im Ausland aufgetaucht sei. Dies hatte Oppermann öffentlich gemacht. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2014, Seite 1, Inland

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