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Spitzeln unter Freunden

Berlin. Die Bundesregierung erwägt als Reaktion auf die NSA-Ausspähaffäre, die Geheimdienstaktivitäten der USA und anderer Verbündeter auf deutschem Boden ins Visier zu nehmen. Das Magazin Der Spiegel berichtete am Samstag vorab über Pläne, die Abteilung Spionageabwehr des Verfassungsschutzes auszubauen. Damit könnten die Botschaften von Partnerländern wie den USA und Großbritannien stärker beobachtet werden. Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hatte bereits nach Bekanntwerden der NSA-Spähaktionen eine Neujustierung der Spionageabwehr, »eine Art 360-Grad-Blick«, angekündigt. Ziel könnte nach Spiegel-Darstellung sein, Kenntnisse über diplomatisch akkreditierte Nachrichtendienstmitarbeiter in Deutschland zu erlangen. Auch die technische Ausstattung von Botschaftsgebäuden dürfte relevant sein. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2014, Seite 2, Inland

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