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Schweiz: Rechte ­Initiative gescheitert

Bern/Wien. Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hat offenbar kein Interesse an einer Privatisierung der Kosten für Schwangerschaftsabbrüche. Am Sonntag scheiterte eine entsprechende Initiative christlich-konservativer Gruppen (siehe dazu jW vom 24.1.). 70 Prozent votierten nach einem Bericht des österreichischen Onlineportals diestandard.at gegen das Ansinnen, die Kostenerstattung für den Eingriff aus dem Leistungskatalog der obligatorischen schweizerischen Krankenversicherung zu streichen. Die Gesetzeslage in Österreich hatte den Initiatoren des Schweizer Referendums als Vorbild gedient, denn dort ist der Abbruch zwar straffrei, muß aber von ungewollt Schwangeren selbst bezahlt werden. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.02.2014, Seite 15, Feminismus

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