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05.02.2014
- → Feuilleton
Und jetzt: die Werbung
Die Gefahren des Internets. Schon mal gehört? Manche glauben, »Disconnect« von Henry-Alex Rubin aus dem Jahr 2012 rechne prohetisch mit der NSA-Affäre ab. Dabei handelt es sich höchstens um antizipierte Propaganda gegen Snowden. Ein Teenager versucht, sich nach einem Cyber-Mobbing umzubringen, und liegt im Wachkoma; eine Journalistin deckt einen Kinderpornoring auf; ein Ehepaar wird Opfer eines Kreditkartenbetrügers. Klar, der Familienvater zückt sein Smartphone, statt mit den Kindern zu reden. Dabei wird eine nervige Tendenz in unserer Gesellschaft deutlich: Egal, wie »connected« wir auch sein mögen, die Kommunikation transportiert den Muff der 50er Jahre. Was ist dieser Film? Werbung für Apple. (dfre)
»Disconnect«, Regie: Henry-Alex Rubin, USA 2012, 115 min, bereits angelaufen
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