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31.01.2014
- → Feminismus
Experten kritisieren Ehegattensplitting
Berlin. Einen abschließenden Bericht zur Evaluation aller ehe- und familienpolitischen Maßnahmen hat die Prognos AG vorgelegt. Als kostenintensiv und kontraproduktiv im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden darin vor allem das Ehegattensplitting und die kostenfreie Mitversicherung von Eheleuten in der Krankenversicherung kritisiert.
Die von der Bundesregierung von Union und FDP vor vier Jahren in Auftrag gegebene Untersuchung wurde zwar Ende vergangener Woche veröffentlicht, jedoch lediglich der Zeitung Die Welt exklusiv zur Verfügung gestellt, die vergangenen Donnerstag darüber berichtete.
Cornelia Spachtholz, Vorsitzende des Verbandes Berufstätiger Mütter, appellierte vergangenen Freitag an die Regierung, diese möge »nicht die Augen« vor den »Ergebnissen ihrer selbst in Auftrag gegebenen und insgesamt 13 Millionen teuren Evaluation« verschließen und entsprechend handeln. Sie wies darauf hin, daß das Ehegattensplitting auch kinderlose Ehepaare fördert und gut Verdienende überproportional unterstützt. »Alleinerziehende und nicht verheiratete Paare mit Familienaufgaben – immerhin wachsen 30 Prozent der Kinder unter 18 Jahren außerhalb klassischer Ehen auf, Tendenz steigend – leisten die gleichen Fürsorgeaufgaben ohne diese finanzielle Zuwendung«, so Spachtholz. (jW)
Die von der Bundesregierung von Union und FDP vor vier Jahren in Auftrag gegebene Untersuchung wurde zwar Ende vergangener Woche veröffentlicht, jedoch lediglich der Zeitung Die Welt exklusiv zur Verfügung gestellt, die vergangenen Donnerstag darüber berichtete.
Cornelia Spachtholz, Vorsitzende des Verbandes Berufstätiger Mütter, appellierte vergangenen Freitag an die Regierung, diese möge »nicht die Augen« vor den »Ergebnissen ihrer selbst in Auftrag gegebenen und insgesamt 13 Millionen teuren Evaluation« verschließen und entsprechend handeln. Sie wies darauf hin, daß das Ehegattensplitting auch kinderlose Ehepaare fördert und gut Verdienende überproportional unterstützt. »Alleinerziehende und nicht verheiratete Paare mit Familienaufgaben – immerhin wachsen 30 Prozent der Kinder unter 18 Jahren außerhalb klassischer Ehen auf, Tendenz steigend – leisten die gleichen Fürsorgeaufgaben ohne diese finanzielle Zuwendung«, so Spachtholz. (jW)
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