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CSU und AfD ­küren Kandidaten

München/Aschaffenburg. Die CSU wolle im Europawahlkampf mehr Bürgernähe von Brüssel fordern, erklärte Parteichef Horst Seehofer am Sonnabend in München. Zum Spitzenkandidaten wählten die gut 230 Delegierten mit 98,3 Prozent den schwäbischen Bezirksvorsitzenden und Chef der CSU-Gruppe im Europaparlament, Markus Ferber. Die CSU wird ein eigenes Europawahlprogramm vorlegen, mit dem sich die Partei voraussichtlich deutlich kritischer gegen Brüssel aufstellen wird als die CDU. »Das weiß aber die Kanzlerin«, sagte Seehofer.

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) zieht mit Parteichef Bernd Lucke und dem früheren Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, an der Spitze in den Europawahlkampf. Die beiden wurden am Sonnabend bei einem Parteitag in Aschaffenburg auf die Listenplätze eins und zwei gewählt. Für die Partei zeichnen sich gute Chancen ab: Laut einer Erhebung des Instituts Emnid im Auftrag von Bild am Sonntag würden sich sieben Prozent der Wähler für die AfD entscheiden.
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(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2014, Seite 5, Inland

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