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Prozeß gegen Kenyatta verschoben

Den Haag. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat den Prozeß gegen Kenias Präsidenten Uhuru Kenyatta verschoben. Die Richter entsprachen einem Antrag der Anklage, teilte das Gericht am Freitag in Den Haag mit. Chefanklägerin Fatou Bensouda hatte im Dezember um eine Verschiebung von drei Monaten gebeten, da die Beweise noch nicht ausreichten. Der Prozeß gegen Kenyatta wegen der Gewaltwelle nach der Präsidentenwahl 2007 sollte am 5. Februar beginnen. Er ist das erste amtierende Staatsoberhaupt, das sich vor dem Weltstrafgericht verantworten soll. Ende Mai 2013 hatte die Afrikanische Union (AU) eine Resolution verabschiedet, in der dem IStGH vorgeworfen wird, aus rassistischen Gründen ausschließlich Afrikaner ins Visier zu nehmen. Kenia und die AU hatten außerdem dafür plädiert, das Verfahren an die kenianische Justiz zu verweisen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.01.2014, Seite 6, Ausland

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