Zum Inhalt der Seite

Pleite angedroht, ­Anleger verärgert

Düsseldorf. Nach der Pleitedrohung des Windparkfinanzierers Prokon wird das zugrundeliegende Geschäftsmodell kritisiert. »Der eigentliche Skandal ist, daß die Politik den grauen Markt noch immer nicht gebändigt hat«, sagte Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz dem Handelsblatt (Montagausgabe). Prokon hat seinen Anlegern mit der Insolvenz gedroht, wenn sie ihr Kapital zurückforderten. Betroffen sind rund 75000 Investoren mit einem Anlagevolumen von 1,4 Milliarden Euro. Weil es sich um Produkte des sogenannten grauen Finanzmarkts handelt, ist die Bundesanstalt für Finanzdiensleistungsaufsicht (Bafin) machtlos. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.01.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!