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Schlägerei im ­türkischen Parlament

Ankara. Der Streit um mehr Regierungskontrolle über die Justiz in der Türkei hat am Samstag im Parlament in Ankara zu Tumulten geführt. Ein Abgeordneter der Regierungspartei AKP sei während einer Sitzung des Justizausschusses auf einen Tisch gesprungen, um einen Richter zu treten, berichteten türkische Medien am Sonntag. Parlamentarier hätten um sich geschlagen und mit Wasserflaschen, Taschen, Akten und sogar einem Tablet-Computer geworfen. Auslöser ist ein Gesetzentwurf der islamisch-konservativen AKP, der vorsieht, die Befugnisse und Freiheiten des Hohen Rates der Richter und Staatsanwälte zu beschränken. Die Mehrheit der Ratsmitglieder hält das Vorhaben für verfassungswidrig. Die Partei von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan reagiert mit dem Vorstoß auf Korruptionsermittlungen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2014, Seite 1, Ausland

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