-
10.01.2014
- → Inland
Falscher Professor redet sich raus
Frankfurt am Main. Zwei Tage vor dem Landesparteitag der populistischen Alternative für Deutschland (AfD) in Gießen räumte der enthobene hessische Landesvorsitzende Volker Bartz erstmals ein, daß er seine akademischen Titel als Professor und Doktor zu Unrecht geführt hat. Er sei »wohl einem Betrüger« in Osteuropa aufgesessen. Noch am 2. Januar hatte er betont, seine Titel rechtmäßig erworben zu haben. Der Bundesvorstand der AfD hatte Bartz seines Amtes enthoben. Parteichef Bernd Lucke hatte ihn als »Hochstapler und Titelbetrüger« bezeichnet. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland