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Gedenken an Celalettin Kesim

Am vergangenen Sonntag wurde des vor 34 Jahren ermordeten Celalettin Kesim in Berlin-Kreuzberg gedacht. Die Teilnehmer einer Kundgebung, zu der deutsche und türkische Gruppen aufgerufen hatten, forderten die Umbenennung eines Teils des Kottbusser Tors in »Celalettin-Kesim-Platz«. Der aktive Gewerkschafter und Kommunist Kesim war am 5. Januar 1980 von Faschisten der Grauen Wölfe und Anhängern der islamistischen Mili-Görös-Bewegung erstochen worden. Hinter der Attacke werden Geheimdienste vermutet, die im Kontext des »tiefen Staates« agiert haben sollen. Der Begriff bezeichnet in der Türkei die Verflechtung und Zusammenarbeit von staatlichen, kriminellen und paramilitärischen Kräften gegen die Linke. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2014, Seite 15, Antifaschismus

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