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Aufschlag Gurlitt

Cornelius Gurlitt hat sich gegenüber dem Spiegel zu den etwa 1400 Kunstwerken geäußert, die sein Vater Hildebrand in der Nazizeit in seinen Besitz gebracht hatte. Der Filius des gewieften Kunsthändlers hatte die Bilder von Picasso, Dix, Chagall, Matisse, Dürer und anderen in seiner Münchner Wohnung jahrzehntelang vor der Öffentlichkeit verborgen. Etwa 590 der Arbeiten gelten als mögliches NS-Raubgut. »Freiwillig gebe ich nichts zurück«, erklärt der 80jährige nun im Spiegel, und glänzt, was die Problematik seines Erbes angeht, nicht gerade mit Einsichten. »Was ist das für ein Staat, der mein Privateigentum zeigt?« zitiert ihn das Magazin. Der Rummel um seine Person sei ihm völlig unverständlich: »Ich bin doch nicht Boris ­Becker, was wollen diese Menschen nur von mir?« Die Augsburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Steuerhinterziehung und Unterschlagung. Im Laufe der Woche soll eine Liste der Werke, die als mögliches NS-Raubgut gelten, in der Lost-Art-Datenbank (lostart.de) veröffentlicht werden. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.11.2013, Seite 12, Feuilleton

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