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Indigene verklagen Guatemala vor OAS

Washington. Wegen der Aufhebung des Urteils gegen den Exdiktator Guatemalas, Efraín Ríos Montt, haben Opferverbände eine Petition bei der Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington eingereicht. Diese richte sich vor allem gegen das Verteidigungsministerium, das wichtige Dokumente zurückhalte, erklärte Juan Francisco Soto von der Menschenrechtsgruppe Caldh am Mittwoch. Ríos Montt war im Mai wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden. In den 80er Jahren soll er für Morde an Indigenen verantwortlich gewesen sein. Wegen Verfahrensfehlern hob das Verfassungsgericht das Urteil auf, der Prozeß soll erst 2015 neu aufgerollt werden. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.11.2013, Seite 6, Ausland

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