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Mißbrauch des Insolvenzrechts

Berlin. Die deutschen Insolvenzverwalter beklagen einen zunehmenden Mißbrauch von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Dabei bleibt die Geschäftsleitung des nicht zahlungsfähigen Unternehmens im Amt. Ihr wird ein Sachwalter zur Seite gestellt. Die Eigenverwaltung sei in vielen Fällen nicht zur Sanierung des Unternehmens geeignet, weil dessen Manager es durch eigene Fehler in die Schieflage gebracht hätten, sagte der Vorsitzende des Insolvenzverwalterverbandes IVD, Christoph Niering, am Donnerstag in Berlin. So werde oft »der Bock zum Gärtner gemacht«. Eine folgende zweite Insolvenz führe häufig zur endgültigen Einstellung der Arbeit des Unternehmens. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.11.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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