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Neubeginn im Ziegenhals-Verfahren

Berlin. Am Mittwoch findet vor dem Amtsgericht Königs Wusterhausen in Berlin-Wildau im dritten Anlauf die öffentliche Hauptverhandlung gegen drei Angeklagte statt. Ihnen wird vorgeworfen, sich im Mai 2010 verabredet zu haben, einen Bagger in Brand zu setzen. Damit sollen sie versucht haben, den Abriß der früheren Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals zu verhindern. Die Beschuldigten weisen diesen Vorwurf zurück, wie ihre Verteidigung am Montag mitteilte. Die Thälmann-Gedenkstätte habe wegen Plänen des neuen Eigentümers zur Errichtung von »Luxus-Bauten« weichen müssen, so die Anwälte. Eine erste Hauptverhandlung im Juni 2012 war am ersten Verhandlungstag geplatzt, nachdem die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens wegen öffentlicher Vorverurteilung gefordert hatte. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2013, Seite 5, Inland

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