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Doping

Die WADA war nicht erfreut

Lausanne. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA sieht Jamaika noch nicht auf dem Weg zu einem soliden Kontrollsystem. Nach Androhung eines Olympiaausschlusses der Karibikinsel habe man zwar eine Einladung des Premierministers bekommen, doch »die WADA war nicht erfreut zu erfahren, daß ein solcher Besuch erst 2014 möglich ist«, wie sie selbst mitteilte. In den fünf Monaten vor Olympia 2012 in London soll in dem Land nur eine Dopingkontrolle außerhalb von Wettkämpfen durchgeführt worden sein. Bei den nationalen Meisterschaften in diesem Jahr wurden der ehemalige 100-m-Weltrekordler Asafa Powell sowie die Weltklassesprinterinnen Sherone Simpson und Veronica Campbell-Brown überführt.


(sid/jW)

Lange Strecken mit Plastikpenis

Rom. Italiens olympisches Komitee hat eine zweieinhalbjährige Sperre für den Langstreckenläufer Devis Licciardi gefordert. Der 27jährige war bei den nationalen Meisterschaften im September zur Dopingkontrolle gebeten worden, wo die Ärzte einen mit sauberem Urin gefüllten Plastikpenis bei ihm entdeckten, was seine Leistungssteigerungen nach Jahren der Mittelmäßigkeit zu erklären vermochte. Über das Strafmaß wird nun ein Sportgericht befinden.
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(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.10.2013, Seite 16, Sport

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