-
11.10.2013
- → Sport
Kirchensport: Kritik und Selbstkritik
Limburg/Hamburg. Das gab es noch nie in Deutschland: Gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat die Staatsanwaltschaft Strafbefehl beantragt. Ihm wird vorgeworfen, vor dem Hamburger Landgericht falsche eidesstattliche Erklärungen abgegeben zu haben. Er soll im Streit mit einem Spiegel-Journalisten im Zusammenhang mit einem Erste-Klasse-Flug nach Indien nicht die Wahrheit gesagt haben. Damit droht dem umstrittenen Bischof eine Geldstrafe – legt er Widerspruch ein, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Und zu Hause explodieren die Kosten: 31 Millionen kostet sein neuer Bistumssitz in Limburg. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, spricht schon wie ein Fußballvereinspräsident kurz vor dem Trainer-Rauswurf: »Ich bin sicher, daß sich der Bischof gründlich mit der notwendigen Selbstkritik auseinandersetzen wird«.
(dpa/jW)
(dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Sport