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07.10.2013
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Reaktion: NATO erklärt Kinder zu »Feinden«
In Afghanistan sind nach lokalen Behördenangaben fünf Zivilisten bei einem NATO-Luftangriff getötet worden. Die Attacke habe sich in der Nacht zum Samstag in der Gegend um Saratscha in der östlichen Provinz Nangarhar ereignet, sagte deren Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Unter den Toten im Alter von zwölf bis 20 Jahren seien drei Kinder. Die fünf Menschen seien in der Gegend unterwegs gewesen, um Vögel zu jagen. Saratscha liegt wenige Kilometer von der Provinzhauptstadt Dschalalabad entfernt.
Die NATO bestätigte einen Angriff in der Region und legte sich fest: Dabei seien fünf »Feinde« getötet worden. »Wir wissen von den Gerüchten über den Tod von Zivilisten bei dem Einsatz und untersuchen den Vorfall«, zitierte dpa einen NATO-Sprecher.
Die Reaktion des Militärpakts, Getötete automatisch als »Feinde« zu deklarieren, ist Routine. Im September kamen nach afghanischen Angaben mindestens 16 Zivilisten bei einem NATO-Luftangriff in der Provinz Kunar um. Die NATO bestreitet wie bei früheren Attacken, daß es sich bei den Toten um Zivilisten handelte.
Im Süden Afghanistans sind derweil vier NATO-Soldaten getötet worden. Das teilte der Militärpakt am Sonntag mit. Genauere Angaben über deren Identität oder die Umstände des Todes machte die NATO zunächst nicht. Nach afghanischen Angaben handelt es sich um vier US-Militärs. Medienberichten zufolge wurden sie mit einem selbstgebauten Sprengsatz getötet. Schon tags zuvor war ein Soldat der NATO-Truppen von einem verbündeten privaten Sicherheitsmann erschossen worden sein.
(AFP/dpa/jW)
Die NATO bestätigte einen Angriff in der Region und legte sich fest: Dabei seien fünf »Feinde« getötet worden. »Wir wissen von den Gerüchten über den Tod von Zivilisten bei dem Einsatz und untersuchen den Vorfall«, zitierte dpa einen NATO-Sprecher.
Die Reaktion des Militärpakts, Getötete automatisch als »Feinde« zu deklarieren, ist Routine. Im September kamen nach afghanischen Angaben mindestens 16 Zivilisten bei einem NATO-Luftangriff in der Provinz Kunar um. Die NATO bestreitet wie bei früheren Attacken, daß es sich bei den Toten um Zivilisten handelte.
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Im Süden Afghanistans sind derweil vier NATO-Soldaten getötet worden. Das teilte der Militärpakt am Sonntag mit. Genauere Angaben über deren Identität oder die Umstände des Todes machte die NATO zunächst nicht. Nach afghanischen Angaben handelt es sich um vier US-Militärs. Medienberichten zufolge wurden sie mit einem selbstgebauten Sprengsatz getötet. Schon tags zuvor war ein Soldat der NATO-Truppen von einem verbündeten privaten Sicherheitsmann erschossen worden sein.
(AFP/dpa/jW)
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