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18.09.2013
- → Inland
Meinungsinstitute siegen über AfD
Berlin. Das Umfrageinstitut Forsa hat eine einstwillige Verfügung gegen den Vorsitzenden der Partei »Alternative für Deutschland« (AfD), Bernd Lucke, erwirkt. Das berichete Spiegel online am Dienstag. Lucke hatte kürzlich in einem Interview mit dem Handelsblatt behauptet, die Institute Forsa und Allensbach würden die Prozentzahlen für die AfD herunterrechnen. Das Landgericht Köln untersagte ihm nun vorläufig, Behauptungen zu verbreiten, wonach die AfD in den Rohdaten von Forsa deutlich über der Fünfprozenthürde liege. Ansonsten müßte er ein Ordnungsgeld von bis zu 250000 Euro zahlen.
Forsa-Chef Manfred Güllner begrüßte die Entscheidung des Gerichts. »Das ist schon infam, was er uns vorgeworfen hat«, sagte der Gründer des Instituts gegenüber Spiegel online. »Wir behandeln die AfD wie jede andere Partei auch. Ich nenne den AfD-Chef jetzt nur noch Lügen-Lucke.« Die AfD schwankt laut Forsa-Berechnungen zwischen zwei und vier Prozent. Die Dunkelziffer sei aber unbekannt, so Güllner. (jW)
Forsa-Chef Manfred Güllner begrüßte die Entscheidung des Gerichts. »Das ist schon infam, was er uns vorgeworfen hat«, sagte der Gründer des Instituts gegenüber Spiegel online. »Wir behandeln die AfD wie jede andere Partei auch. Ich nenne den AfD-Chef jetzt nur noch Lügen-Lucke.« Die AfD schwankt laut Forsa-Berechnungen zwischen zwei und vier Prozent. Die Dunkelziffer sei aber unbekannt, so Güllner. (jW)
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