-
16.09.2013
- → Inland
Erpresser Steinbrücks identifiziert
Düsseldorf/Berlin. Bei dem Erpresser des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück soll es sich um ein früheres Vorstandsmitglied der Deutschen Post handeln. Gegen den 52jährigen ermittele die Staatsanwaltschaft Bonn wegen des Verdachts auf versuchte Nötigung, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Wochenende. Der Erpressungsversuch war vor einer Woche bekanntgeworden. In einem anonymen Brief wurde Steinbrück ultimativ aufgefordert, seine Kandidatur aufzugeben. Andernfalls würden Informationen über eine angeblich von Steinbrück vor 14 Jahren illegal beschäftigte Haushaltshilfe an die Öffentlichkeit gelangen.
(Reuters/jW)
(Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland