Zum Inhalt der Seite

Ägypten: Kämpfe auf Sinai verschärft

Kairo. Ägyptens Militär will seine Offensive gegen Dschihadisten auf der Sinai-Halbinsel für unbestimmte Zeit fortsetzen. Der Einsatz werde so lange andauern, »bis unsere Ziele erreicht sind«, kündigte Militärsprecher Ahmed Ali am Sonntag in Kairo an. Die Armee kämpfe gegen »Elemente, die Ägypten und die Ägypter als ungläubig beschimpfen«. Nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli hatte im Nordsinai ein Militäreinsatz gegen Milizen begonnen, der im August ausgeweitet wurde. In den vergangenen zwei Monaten wurden nach Armeeangaben 309 Menschen festgenommen. Die Zahl der Todesopfer nannte Ali nicht. Derweil hat ein Kairoer Gericht den Berufungsprozeß gegen Hosni Mubarak auf den 19. Oktober vertagt. Der im Februar 2011 gestürzte Expräsident ist bereits aus der Haft in den Hausarrest entlassen.

(dpa/AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.09.2013, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!